02 Luftwaffe JU 88 A4

Today we have a picture from the Luftwaffe, which shows a German bomber Junkers Ju 88, probably a Typ A4.

On the fuselage side of the bomber you can see on the squadron badge “Staffelabzeichen” (here a coat of arms with a cock).The unit can be identified as I./KG77 (I. Group / Kampfgeschwader 77).
This unit mainly had Typ A4 machines.

Juncker Ju 88 A4

In the bow of the glass „cab cockpit“ is apparently a MG-FF / M (20mm) in the so-called “A-stand” recognizable.

The exact time and place where this photo was taken cannot be determined with certainty at the moment.
It could have been taken at least in the spring of 1942 in the area Kharkov / Kursk or in the summer of 1942 in Creil / Rennes. From September ’42 the unit also operated in Catania / Sicily in the Mediterranean.

The rear area (gondola hatch) of the fuselage gondola is folded down and releases the entry by ladder for the crew.
In this hatch was usually a twin MG 81 Z (7.92 mm) mounted, which is not on the picture so maybe expanded for maintenance.

It looks like a they are doing some maintenance on the right main landing gear, which is secured by a support between the fuselage and the wing and which holds the machine in balance to check the instruments.

The ground personnel wears recognizable summery clothing.

Heute mal ein Luftwaffenfoto, das einen deutschen Bomber vom Typ Junkers Ju 88, vermutlich eine A4 zeigt.

 

Anhand des an der Rumpfseite erkennbaren Staffelabzeichens (Wappen mit Hahn), lässt sich dessen Einheit als I./KG77 (I. Gruppe/KG77) identifizieren.Diese Einheit verfügte hauptsächlich über Maschinen vom Typ A4.

Im Bug der gläsernen “Führerraumkanzel” ist augenscheinlich ein MG-FF/M (20mm) im sogenannten A-Stand erkennbar.

Der genaue Zeitpunkt und Aufnahmeort, an dem dieses Foto entstanden ist, lässt sich derzeit nicht mit Bestimmtheit festlegen.

Es könnte zumindest im Frühling 1942 im Raum Charkow/Kursk oder im Sommer 1942 in Creil/Rennes aufgenommen worden sein. Ab September ‘42 operierte die Einheit des Weiteren in Catania/Sizilien im Mittelmeerraum.

Der hintere Bereich (Gondelluke) der Rumpfgondel ist heruntergeklappt und gibt den Einstieg per Leiter für die Besatzung frei.

In der Luke befand sich für gewöhnlich ein Zwillings-MG 81 Z (7,92 mm), das hier im Bild jedoch ausgebaut ist.

An der Maschine finden Wartungsarbeiten am rechten Hauptfahrwerk statt, die durch eine Stütze zwischen Rumpf und Tragfläche abgesichert ist und zur Prüfung der Instrumente die Maschine in der Waage halten.

Das Bodenpersonal trägt erkennbar sommerliche Bekleidung.

Text made by R.A.

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Nachlass Ehrentafelspange der Kriegsmarine

Tag Sammlerfreunde,

manchmal tauchen Nachlässe aus der Kriegszeit auf die so besonders sind, dass man einfach etwas darüber berichten muss.

In diesem Fall wurden mir durch Herrn Kay Brüggemann der Firma Helmut Weitze Hamburg via Telefon mitgeteilt, dass dort grade ein Nachlass eines Marinesoldaten aufgekauft wurde. Im ersten Moment nichts besonderes (dachte ich mir), aber im Laufe des Telefongespräches wurde mir schnell bewusst was dort wirklich erstanden worden ist. Es handelte sich um einen Nachlass zur Ehrentafelspange der Kriegsmarine. Nicht nur das es wenige Verleihungen der Ehrentafelspange gab (29 Stück laut Literatur) sondern auch das hier eine der ganz wenigen relativ kompletten und geschlossenen Gruppen vorlag, die am Sammlermarkt kaum wenn nicht sogar überhaupt nicht zu finden sind.

Kurt Graf Nachlass

Nach der Übermittlung der Bilddaten und aller vorhandenen Informationen zu Kurt Graf (im Übrigen nicht sehr viel) habe ich versucht über diverse Kanäle an Informationen zu dem Beliehenen zu gelangen. Leider blieben alle versuche erfolglos und ich musste aus den vorhanden Informationen einen Kurzbericht fertigen.

Sollte einer der Leser doch wiedererwartend etwas mehr Informationen zu Kurt Graf haben, würde ich mich freuen wenn ich kontaktiert werden könnte um den Bericht zu erweitern.

Kurt Graf Ehrentafelspange (1)

Soweit ich es aus den vorhandenen Unterlagen nachvollziehen kann ist Graf schon von Anfang an bei den Schnellbooten / bei der Schnellbootwaffe gewesen. Die Verleihung zum Eisernen Kreuz 2. Klasse kam schon als Matrose 1940 durch Kapitän zur See Hans Bütow, Führer der Torpedoboote. Somit verdiente Graf sich diese Auszeichnung scheinbar im Unternehmen Weserübung / Norwegenfeldzug.

Das Schnellboots-Kriegsabzeichen bekam er als Matrosengefreiter vom Kommando der 1. Schnellbootsflottille ausgestellt am 16.12.1940.

Hier einige Fakten zu den damaligen Schnellbooten:

Das Schnellboot ist ein offensives Kampfmittel für den küstennahen Einsatz. Daten dieser Boote zu Verdeutlichung anhand von dem Boot S26 (u.a. Kdt Ritterkreuzträger Kurt Fimmen): 92,5 Tonnen schwer, 35 m lang und 5 m breit. Mit einer 6000 PS Maschine waren auf ruhiger See bis 39 Knoten möglich. Im 2. Weltkrieg hatten die deutschen Schnellboote mehr als 40 Kriegsschiffe versenkt und weitere 14 schwer beschädigt. Über 100 Handelsschiffe wurden versenkt – weitere 15 stark beschädigt.

Schnellbooot S28

Die zahlreichen nicht dokumentierten Beschädigungen an feindlichem Schiffsraum, die Bindung der feindlichen Abwehr, die Einsätze zur Unterstützung des Heeres sowie zuletzt die Rückführung deutscher Soldaten und Zivilisten in der Ostsee runden die erfolgreichen Einsätze der Flottillen ab.
S-Boote waren an allen Küsten Europas, in Nordafrika und im Schwarzen Meer im Einsatz.

Kurt Graf Urkunde Ehrentafelspange

 

Durch sicherlich weiterhin tapferes steuern eines Schnellbootes im Gefecht erlangte Graf schon 1941 das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

Im Jahre 1943 wurde Graf zusammen mit dem Schnellboot S26 und dem Kommandanten Kurt Fimmen in Schwarze Meer verlegt. Hierzu wurden die Boote teilweise zerlegt und über Land zum Einsatzort transportiert. Eine unglaubliche Leistung die auch in diversen Büchern sehr gut beschrieben worden ist aber den Rahmen dieses Berichtes sprengen würde.

Bei dem Einsatz auf der Krim hat Graf den Krimschild mit Wirkung zum 01.03.1943 verliehen bekommen und sicherlich auch die Bedingungen zur Verleihung des Kuban Schildes dort erfüllt. Den Kuban Schild erhielt er mit Wirkung zum 08.12.1944. Alle Einsätze im Schwarzen Meer und herum um den Kuban Brückenkopf  sind abendfüllend und spannend zu lesen und eine empfehlenswerte Lektüre.

Kurt Graf Urkunde Schnellboots-Kriegsabzeichen

Am 25. Oktober 1944 wurde Kurt Graf mit der Ehrentafelspange der Kriegsmarine ausgezeichnet. Hierzu folgende Hintergrundinformation zur Ehrentafel:

Die Einführung der Ehrentafel der Deutschen Kriegsmarine wurde mit Erlass vom 23.2.43 durch den Oberbefehlshaber der Marine bestimmt. In der Ehrentafel wurden alle Ritterkreuzträger sowie die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold genannt. Darüber hinaus konnten auch Männer erwähnt werden, die das Eisernes Kreuz 1. Klasse besaßen und deren Tat nicht ganz für das Ritterkreuz oder Deutsche Kreuz in Gold ausreichte. Für diesen Personenkreis bedeutete die Nennung in der Ehrentafel eine besondere Ehrung, die zunächst aber nicht sichtbar war. Aus diesem Grund wurde am 13.5.44 die Ehrentafelspange gestiftet. Die bisher Genannten ohne Ritterkreuz oder Deutsches Kreuz in Gold erhielten rückwirkend die Ehrentafelspange.

Kurt Graf Deutsches Kreuz in Gold (2)

Insgesamt erschienen 21 Ehrentafelbeilagen zum Marineverordnungsblatt, in denen 1.254 Soldaten genannt wurden. 149 davon wurden mit dem Ritterkreuz, 1.081 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, so dass 24 Soldaten keine der beiden Auszeichnungen besaßen und daher mit der Ehrentafelspange dekoriert worden sind.

RK Träger Kurt Fimmen

Fünf weitere Namen waren für die Ehrentafel vorgesehen, die jedoch gegen Ende des Krieges nicht mehr veröffentlicht wurden. Insgesamt kommt man also auf 29 Namen:

 

 

 

 

Bitterer, Wilhelm (* 12.03.1911 in Wien)
Nennung am 11.01.45 / Verleihung am 09.12.44
als OLt. (W), Leiter eines Sprengkommandos, Sperrwaffeninspektion

 

Cordesmeier, Paul (* 23.11.1914 in Schöttmar/Lippe)
Nennung am 09.10.44 / Verleihung am 26.10.44
als OLt.(V) (KrO), Flottillenverwaltungsoffizier 7.Vorpostenflottille

Eggers, August (* 11.11.1909 in Friedrichstadt/Eider)
Nennung am 18.11.44 / Verleihung am?.?.44
als KLt., Kdt. K 4 (1.Sperrbrecherflottille)

Fischer, Klaus (* 28.06.1913 in Blumenthal/Weser)
Nennung am ?.?.45 / Verleihung am 13.02..45
als OLt.(MA) d.R., Führer eines Begleitkommandos 4./MAA 613

Graf, Kurt (* 13.12.1920 in Memel)
Nennung am 18.11.44 / Verleihung am 25.10.44
als MatrObergefr., Gefechtsrudergänger S 26 (1.Schnellbootsflottille)

Hetz, Karl (* 11.05.1910 in Hanau)
Nennung am ? / Verleihung am 01.02.45
als KKpt., Kdt. Z 34

Kayser, Günther (* 25.01.1897 in Krakow)
Nennung am 10.10.43 / Verleihung am 06.09.44
als KLt.d.R., Kdt. M 1102 (11.Minensuchflottille)

Kirchhoff, Joost (* 02.03.1914 in Dyksterhusen)
Nennung am 11.01.45 / Verleihung am ?.?.45
als Lt.z.S. (KrO), Kdt. RA 3830 u. Gruppenfhr.i.d. 38.Minensuchflottille

Knauth, Karl-Heinz (* 11.01.1915 in Darmstadt)
Nennung am 08.11.43 / Verleihung am 06.09.44
als OLt.z.S., WO Minenschiff Roland

Kronejung, Günter (* 12.06.1917 in Solingen)
Nennung am 17.12.44 / Verleihung am 11.11.44
als OLt.(MA) d.R., Batteriechef 3./20.Marinebordflakabt.

Kruse, Richard (* 27.08.1915 in Borstel/Schleswig-Holstein)
Nennung am 08.11.43 / Verleihung am 06.09.44
als Bootsmannsmaat a.K., Kdt. eines Sonderfahrzeuges i.d. Schnellbootsschulflottille

Lerch, Kurt (* 20.10.1912 in Stralsund)
Nennung am 08.11.43 / Verleihung am 06.09.44
als KLt. u. Sonderführer, Kdt. eines Minenschiffes

Müller, Heinz (* 29.01.1911 in Leer/Ostfriesland)
Nennung am ? / Verleihung am 10.01.45
als OLt.z.S.d.R., Kdt. Flj.23 (11.Vorpostenflottille)

Nordt, Otto (* 12.01.1902 in Dreschwitz/Rügen)
Nennung am 08.11.43 / Verleihung am ?.?.44
als KLt., Kdt. M 476 und Gruppenfhr. i.d. 26.Minensuchflottille
(später Ritterkreuzträger)

Offermann, Franz (* 21.10.1908 in Wesel/Rhein)
Nennung am 11.01.45 / Verleihung am 13.12.44
als KLt.(MA), Chef 2./MArtAbt.286

Pampuch, Alois (* 16.06.1920 in Wäldchen/Oppeln)
Nennung am 18.11.44 / Verleihung am 25.10.44
als Oberbootsmannsmaat, Seem.Nr.1 u.Flakführer UJ 2101 (21.U-Jagd-Fl.)

Paul, Karl (* 19.03.1908 in Kiel)
Nennung am ? / Verleihung am 01.02.45
als Kdt. Z 31

Paulshen, Ottokar (* 11.10.1915 in Charlottenburg/Berlin)
Nennung am 09.10.44 / Verleihung am 26.10.44
als KKpt., Kdt. U 557

Rademaker, Hans (* 23.03.1915 in Bonn)
Nennung am 31.12.43 / Verleihung am 06.09.44
als OLt.(MA) d.R., Bttr.-Chef i.d. MArtAbt.242

Rössger, Ruprecht (* 30.08.1915 in Leipzig)
Nennung am 18.11.44 / Verleihung am ?.?.44
als KLt., Chef 21.Räumbootsflottille

Rübel, Gustav (* 29.06.1898 in Dortmund)
Nennung am 08.11.43 / Verleihung am ?.?.44
als KKpt.d.R., Kdt. Minenschiff Brandenburg

Schmalenbach, Paul (* 21.08.1909 in Schalksmühle/Altena)
Nennung am ? / Verleihung am 11.04.45
als KKpt., I.AO Prinz Eugen

Schütz, Ulrich (* 18.02.1915 in Lehe/Stade)
Nennung am 11.01.45 / Verleihung am 02.12.44
als OLt.z.S.d.R., Führer einer Marinefährprahm-Gruppe i.d. 15.Landungsflottille

Schwarz, Paul (* 04.12.1905 in Rädnitz/Oder)
Nennung am 28.06.43 / Verleihung am 06.09.44
als OLt.(Ing.) (KrO), Lecksicherungsoffizier Gneisenau

Weilkes, Friedrich (* 06.12.1906 in Essen)
Nennung am 11.01.45 / Verleihung am 09.12.44
als Oberwaffenwart(Spr.), Sprengsonderkdo., Sperrwaffeninspektion

Weiss, Günther (* 03.10.1918 in Kiel)
Nennung am 08.11.43 / Verleihung am 06.09.44
als Bootsmannsmaat, Kdt. eines Sonderfahrzeuges i.d. 10.Landungsflottille

Wilhelm, Herbert (* 12.11.1916)
Nennung am 11.01.45 / Verleihung am 09.12.44
als Obermechanikermaat (Spr.), Sprengsonderkdo., Sperrwaffeninspektion

Wolf, Alfred (* 11.07.1903 in Berlin)
Nennung am 11.01.45 / Verleihung am 02.12.44
als Sonderführer (OStrm.), Kdt. Netzleger Rau 7

Wolf, Emil (* 12.12.1893 in Siegen)
Nennung am 06.09.44 / Verleihung am 21.09.44
als OLt.z.S.d.R., Kdt. UJ 2144 (21.U-Jagd-Flottille)

 

Gefechtsrudergänger Schnellboot

 

Weiterhin wurde Kurt Graf am 14. Mai 1945 (also nach Kriegsende) noch mit
dem Deutsche Kreuz in Gold ausgezeichnet und ist in der Ehrentafel der Kriegsmarine vom 18.11.1944 genannt. Das alles sicherlich auch für fortwährende Tapferkeit für 6 Jahre auf Schnellbooten der Kriegsmarine, 178 Feindfahrten und einer dokumentierten Verwundung.

Unterm Strich für mich als Marinesoldat ein Highlight im Bereich der Marinenachlässe und ich hoffe das es noch weitere Informationen zum Soldaten Kurt Graf geben wird.

Auf diesem Wege nochmals meinen Dank an die Firma Helmut Weitze in Hamburg und Herrn Kay Brüggemann für die Überlassung des Bildmaterials zur Ehrentafelspange.

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Sammlergruß

Sascha

 

Copyright 2018 : Alle Rechte bei dem Verfasser Sascha Ulderup

 

01 Panzer IV Short Poland Campaign / Panzer IV Kurz Polenfeldzug

Today I would like to show you this photo from the so called „Polenfeldzug“.
The photo was apparently taken during a short march break. The unit identified here could be parts of the 10th Panzer Division (Pz.Brig. 4 or Pz.Rgt.7), which operated around 10th September in the Łomża area (about 145km northeast of Warsaw).

The tank recognizable here in the picture is a Pz.Kpfw. IV Ausf. B, built May-October 1938 (42 pieces). Behind this tank is probably another Panzer IV.
Interesting is the large white cross between the driver’s vision hatch and radio operator’s vision hatch, which clearly indicates the use during the „Polish campaign“ and later in the war on all vehicles has been replaced by the ‚Balkenkreuz‘ national marking in a modified form (various forms are known). The ‚Balkenkreuz‘ on the front plate was still used only very rarely during the further course of the war. Interestingly, next to the driver’s vision hatch, dimly another large cross in a dark color can be seen. Perhaps there was also a white cross at this point, which has been painted over again by means of gray paint.

In the picture the tank man on the right, maybe the gunner who wears an “Panzerschutzmütze” / armor cap, which was still partly worn at the beginning of the war and replaced in winter ’39 by the field cap M38 (oversea cap), is already worn by the other man (maybe the radio operator).
The commander, seated on the hatch of the command dome, evidently awaits further instructions with the throat microphone in his hand. He wears a coat for weather protection.

One of the four soldiers in the car in the foreground seems to be scanning the sky for enemy aircraft. This vehicle, and also the one in the background, is a light all-terrain vehicle (Kfz. 1, l.gl.Pkw.) made by BMW, Hanomag and Stoewer before and during the war in a quantity of about 17,800. The folded front panels of the cars are protected in a protective cover against dust and dirt. The vehicle in the foreground carries on the left fender a so-called Stander, but without flagging and should mark the car as a staff or commander car.

Panzer IV kurz Polenfeldzug / Panzer IV Short Polen Campaign

Heute möchte ich euch gerne dieses Foto aus dem sogenannten „Polenfeldzug“ zeigen.

Das Foto wurde augenscheinlich bei einer kurzen Marschpause aufgenommen. Bei der hier erkennbaren Einheit könnte es sich um Teile der 10.Panzer Division (Pz.Brig. 4 oder Pz.Rgt.7) handeln, die um den 10.September im Raum Łomża (ca 145km nordöstlich v. Warschau) operierte.
Bei dem hier im Bild erkennbaren Panzer handelt es sich um einen Pz.Kpfw. IV Ausf. B, gebaut von Mai-Oktober 1938 (42 Stück). Hinter dem Panzer steht vmtl. noch ein weiterer Pz. IV.
Markant ist das große weiße Kreuz zwischen der Fahrer- und der Funkersehklappe, das eindeutig auf den Einsatz während des „Polenfeldzuges“ hindeutet und im späteren Verlauf des Krieges bei allen Fahrzeugen durch das Balkenkreuz in abgeänderter Form (verschiedene Formen sind bekannt) ersetzt worden ist. Die Verwendung des Balkenkreuzes an der Frontplatte erfolgte während des weiteren Verlaufs des Krieges nur noch sehr selten. Interessanterweise ist neben der Fahrersehklappe schemenhaft noch ein weiteres großes Kreuz in einer dunklen Farbe erkennbar. Möglicherweise befand sich an dieser Stelle zuvor ebenfalls ein weißes Kreuz, welches mittels grauer Farbe wieder übermalt worden ist.

Während der im Bild rechte Panzermann – vmtl. der Richtschütze, die Panzerschutzmütze trägt, die noch teilweise zu Beginn des Krieges getragen und im Winter ’39 durch die Feldmütze M38 (Schiffchen) ersetzt wurde, trägt der andere Mann (vmtl. der Funker) bereits selbige.
Der Kommandant, auf der Luke der Kommandenkuppel sitzend, wartet mit dem Kehlkopfmikrofon in der Hand augenscheinlich auf weitere Anweisungen. Er trägt als Witterungsschutz einen Mantel.
Einer der vier Soldaten im Pkw im Vordergrund scheint den Himmel nach feindlichen Flugzeugen abzusuchen. Bei diesem Fahrzeug und auch das im Hintergrund handelt es sich um einen leichten geländegängigen Pkw (Kfz. 1, l.gl.Pkw.), der von BMW, Hanomag und Stoewer vor und während des Krieges in einer Stückzahl von etwa 17.800 gefertigt worden ist. Die umgeklappten Frontscheiben der PKW’s sind in einer Schutzhülle vor Staub und Schmutz geschützt. Das Fz. im Vordergrund trägt auf dem linken Kotflügel einen sogenannten Stander, jedoch ohne Beflaggung und dürfte den PKW als Stabs-oder Kommandeurs-Kfz kennzeichnen.“
Text made by R.A.

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Pilot Badge IMME by Sebastien Talbot

Hi Collector Friends, today I like to bring an article about the Imme Pilot Badge to you which was written by Mr. Sebastian Talbot who is a specialist in WW2 Luftwaffe Badges.  Enjoy it.

Today I would like to present to you this J2 JMME pilot badge which holds much importance to me. When you collect, you tend to be drawn to a specific award for many reasons. This badge holds a special place in my collection since it was the very first one I acquired for my personal collection. Purchased from another collector and friend, Giel, more than a decade ago.

Pilot Badge JMME J2 Front

This badge dosen’t have anything rare or fancy, but represents a wide range of badges awarded during the mid war period. Made from Juncker wreath and eagle, this pilot badge was assembled by the JMME manufacture. The JMME signature in the hardware is the typical doomed nickel silver rivets and nickel silver C catch. The finish colour is particular to this maker with the nice goldish/greenish finish for both the wreath and eagle. Produced between 1939 to 1942, this badge was produced in a large number. Some rarer examples can be found with a darkened eagle and these were most likely darkened by Juncker firm.

The JMME pilot badge from this period came out with the presentation box with either early velvet or spray felt interior and paper hinge depending of the period distributed. The exterior can be either the two or three layers imprint on the cover.

Pilot Badge JMME J2 Back

Historical Facts about the Pilot Badge:

The pilot’s qualification badge was originally introduced on January 19th, 1935 for award to personnel of the DLV, “Deutscher Luftsportsverband Fliegerschaft”, (German Air Sports Association, Pilot Base), the secret forerunner of the Luftwaffe, who achieved their pilot’s license. The badge was officially adopted by the Luftwaffe on March 26th, 1936, by order of Hermann Göring. The pilot’s badge was awarded on an individual basis to personnel who had successfully completed the appropriate theory and flight training and had achieved their military pilot’s license. As with other flyer’s specialty badges a cloth version of the pilot’s badge was authorized for wear on the flight blouse with a machine embroidered pattern for EM/NCO’s and a hand embroidered pattern for Officers. Of Note: Originally the cloth version of the pilot’s badge was only authorized for wear by Officers ranks until regulations of November 18th, 1937 extended the authorized wear of the cloth versions to EM/NCO’s. Further regulations of May 8th, 1942 discontinued production of the cloth versions although they continued to worn through-out the war.

Sebastien Talbot

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Best

Sascha

 

 

Copyright 2018 : Alle Rechte bei dem Verfasser Sebastien Talbot  / All rights with the author Sebastien Talbot

The Lorient Shield

Hi gents, almost time to go back to our mace of good or bad high end shields of World War II.

I did the Cholm shield part one and got a lot of feedback from collectors with thumbs up and more good information. What I liked the most was the question if I can do a part two with the cupal example and the zinc version….I will do that but it takes some time.

By the way I would like to know if there are hobby writers among you guys. I would love to make this blog bigger with more articles but my time is endless. So if you like to do something on a special badge of World War II or something similar…..just contact me and we work it out. If you are from Germany don’t be afraid, if you write in german I can translate it for you 😉

Original Lorient Shield Collection Patrick W (5)

However back to our riddle of rare shields. Today I like to bring you some information on the Lorient shield and what happened there.

And (I think you already knew it) I have been to Lorient in the early 90´s and was impressed about the big Bunker`s which were build there during the war. Huge monsters made from concrete and steel to protect the German submarine from air raids until 1945 on the Atlantic coast.  Lorient was the home base of the 10th. U-Flottilla (Unterseebootflottille). I was lucky to get a picture of the cap badge which Uboat crew member used to wear on their oversea cap (Schiffchen).

Here some background to the area of Lorient and historical facts:

Lorient, on the Bay of Biscay, had been an important French naval base until June 1940. With the capture of the base in the same month by German troops (see France campaign), the town in succession got more and more of strategic importance for the German Navy.

Cap Badge 10. U-Flottille Lorient

This concerned above all the submarine construction with its bunker buildings on the peninsula Kéroman.

U-Baot Bunker Kéroman III in Lorient

In August / September 1944, following the Allied invasion of Normandy, the port and town of Lorient were completely enclosed by US and British forces, with some 22,000 German soldiers. Adolf Hitler thereupon declared the city a fortress. During the eight-month siege, which ended with the surrender of the remaining German forces on May 10th, 1945, there were some fighting going on.

Attack direction Allied Forces 1944

Fortress Lorient was not Lorient only, but also Groix Island, Etel River, the coast between Lorient and Port Navalo, Quiberon peninsula, Belle-Ile island, and had connection with the Saint Nazaire pocket.

So finally a big area to defend with lots of artillery, bunkers and trenches around the main part of Lorient.
To get a better view on the fighting during that time, we jump in after the D-Day to August 9th ,1944. The 4th US Armored Division reached the large-scale German defense area around Lorient, which was surrounded as an important submarine base by a ring of anti-aircraft guns and artillery. In Saint-Gilles fierce fighting broke out around a bridge, which was one of the few accesses to Lorient.

Fortress Lorient 1 – 12 August 1944

A volunteer Belarussian cavalry brigade had been stationed by the Germans in defense of the American advance in this place. After a short battle, the streets were covered in blood in the rain of the wounded or dead horses and soldiers. Further towards the village core, Belorussians had positioned themselves on the houses and in turn began firing at the invading US tanks.

Fortress Lorient 01.12.1944

The tanks and other vehicles succeeded after some time the breakthrough to the bridge and its crossing. At nightfall, the Allies succeeded in positioning artillery at Caudan, about three kilometers north of Lorient. After brief bombardment of the opposing positions in Lorient, the Americans gave the Germans an ultimatum to the task, which was rejected. Since a further procedure would have been possible only with significantly increased artillery, the division leadership decided a partial retreat to the area of ​​Vannes, about 60 kilometers southeast of Lorient. Only a smaller siege group was left behind.

Fortress Lorient 01.02.1945

Task Force B of the 6th US Armored Division advanced 180 miles from Brest to Vannes on 14 August to replace the units of the 4th US Armored Division north and east of the city. On the way there they encountered no German resistance. Around noon, a reserve command advanced to Lorient to support the remaining group of the 4th US Armored Division. On August 15, the entire 6th US Armored Division arrived at Lorient. The front line enclosed the fortress Lorient and the Quiberon peninsula in the east as well as patrols from Redon in the east to the area to the Daoulas peninsula in the west.

France, Rommel and Fahrmbacher on the roof of an U-Boat Bunker

After Vannes was taken and the wider area was controlled by the French resistance, the 6th US Armored Division focused on the area around Lorient. The city itself was too heavily fortified to have a promising attack there. The German defenders, who are from parts of the XXV. Army Corps under the Commander-in-Chief for Brittany, General Wilhelm Fahrmbacher, as well as remnants of the 265th Infantry Division under Lieutenant General Hans Junck, who was in the fortress Saint-Nazaire, and Rear Admiral Otto Kähler, since February 1944 Commander of the Naval Defense of Brittany [NB Kähler, however, had become a prisoner of war on September 18, 1944 in Brest], passed, had in return no chance of counterattacking, and was also bound by Hitler’s order to keep the port cities to the last.

Knights Cross Document General Fahrmbacher

So both sides confined themselves to intensive patrols and artillery fire. The Americans had set up twelve observation posts around Lorient, from which reconnaissance units were sent to scout the German artillery positions. In addition, work began on mining the entire front line with booby traps. In some cases German patrols could be captured. But also Americans came during a small skirmish between reconnaissance patrols in German captivity.
The 6th US Armored Division was replaced on September 10 by the 94th US Infantry Division, which continued the siege, and moved east to the 3rd US Army. On 17 November, a brief ceasefire was agreed for the purpose of mutual exchange of prisoners. General Wilhelm Fahrmbacher capitulated on May 10, 1945,

Lorient Soldbuch with entry Lorient (2)

Both the Lorient and St.Nazaire pockets contained about 53000 German troops at the time of surrender. The Lorient pocket alone had over 25000 German troops.

These forces surrendered to the US 66th Infantry Division with a number of attached French units.
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Lorient Shield Collection Pascal H. front view

During the siege of Lorient the idea to make a remberence shield was born by some of the officers. The artistic design of the shield goes back to the head of the shipbuilding workshops of the submarine base “Marine Baurat” K. Fehrenberg. They asked General Fahrmbacher (Wilhelm Fahrmbacher (19 September 1888 – 27 April 1970) was a General in the Wehrmacht of Nazi Germany during World War II who commanded several corps. He was a recipient of the Knight’s Cross of the Iron Cross. Upon Germany’s surrender in 1945, General Fahrmbacher was interned in France until 1950.

Original Lorient Shield 1 (1)

After his release he served as a military advisor in Egypt) and he approved the idea. With little corrections (a German eagle with a swastika on the soldiers shield) the shield was approved and the production began by using different materials due to the supply problems during the siege of Lorient.

The final shield itself shows in its upper end the year 1944 as well as on the lower side the lettering LORIENT. In the center, a naked Wehrmacht soldier was stylized with a steel helmet attached, holding a sword in his right hand and a shield (symbol of defense) in his left hand.

Original Lorient Shield 6

It is not exactly known if all Lorient shields have the Wehrmacht eagle on the soldiers shield, there are information about some shields with a Luftwaffen eagle on the soldiers shield (not proven until today). The unusual idea of ​​representing a naked soldier presumably goes back to the idea of ​​the creator, who wanted to use this symbolism to vividly portray „bare survival“. Also the evidence for this theory is missing.   Behind the symbol of the soldier were represented the rays of the rising sun, which are regarded as a symbol of hope.

Original Lorient Shield Collection LUC (1)

Finally, under the soldier a submarine is shown, which can be seen in front of a submarine bunker (on the Keroman Island) on waves in ride. Since it was not possible to supply the garrison on land, from the air or to water, it was decided to use the existing sheet metal stocks, u. a. from scrap, to resort. For the production one used copper, brass, aluminum and even steel. Higher officers received a chromed version of copper. Of course, the use of different metals also resulted in different colors. Through the use of several „punching presses“ and templates, the appearance of the sign differed significantly from machine to machine, so that there was no question of a uniform pattern embossing.
Accurate and reliable award numbers cannot be quantified. It is assumed that after all sheet metal stocks were used up in November 1944, about 10,000 – 12,000 shields were pressed. These were then issued at Christmas 1944 to deserving soldiers of the occupation. Thus, about every second garrison received the Lorient shield.

 

The Lorient shield is not a combat badge of the Wehrmacht like the Cholm shield, as neither its foundation nor the ceremony were officially. The shield was therefore regarded only as a „traditional badge“. With the entry in the “Soldbuch” also no claim to official acceptance of the shield by the Federal Ministry of the Interior. Therefore, this shield has not been included in the Law on Titles, Orders and Decorations of 26 July 1957.

Original Lorient Shields

After all these good information’s from collector friends, books, archives and databases I come to the following conclusion about Lorient shields.

There are some originals out there, but they are very hard to find. If it is true and they made 12.000 of them, what happened to the soldiers of Lorient during the surrender. Most of their personal things were taken by the allied soldiers as a souvenir. Maybe a few got their badges home from their POW time. I you look on the originals, you see them made of different materials. Some shields with prongs, some shields with holes to sew it to the uniform and some shields without anything of that. Originals are not made with a lot of details and they are not solid. You can always see that they were “pressed” in a certain way. Some have a fabric backing, but in my opinion that was made so you cannot see the backside and buy it as an original shield from the time period. In this high price area you have to be sure that you buy an original. Better to spend more money on it and buy at a dealer with a “give back guarantee”. Even if you buy directly from the family, there is no proof that the vet didn`t buy it in the early 50`s or 60`s. To be really sure you should use one of the bigger forums like GCA or WAF with all the experts there. They will know it for sure.

Copys of Lorient Shields

 

Big “thank you” to all collectors who helped me bring this information to you. There are Pascal, Patrick, Luc, Christian, Uwe, Holger, Jens and some guys who like to stay in the shadow.

 

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Best

Sascha

 

 

Copyright 2018 : Alle Rechte bei dem Verfasser Sascha Ulderup  / All rights with the author Sascha Ulderup

Kampfgruppe Feurstein / Kampf um Narvik

Tag Sammlerfreunde,

heute möchte ich einen doch eher seltenen Nachlass vorstellen, welcher mir freundlicherweise vom Sammler Peter Hauber (MFF Scania) zur Verfügung gestellt worden ist. Auch konnte ich Bilder von Gebirgsjäger – Nachlässen aus der Sammlung von Christian Bachmann (MFF Steinacher) bekommen um den Beitrag hier abzurunden.

Nachlass Komplett – Sammlung Peter Buchner

Es dreht sich hier um die Operation Weserübung und in diesem Kontext natürlich der Einsatz der Gebirgstruppen bezug nehmend auf den Nachlass des Soldaten Bruno Unterweger.

Ich habe eine ganz besondere Verbindung zu diesem Thema, da ich in meiner Zeit an der Offiziersschule der Marine in Flensburg Mürwik eine Seminararbeit über diese ganze Operation schreiben musste. Dazu fällt mir auch immer wieder ein was mein verstorbener Großvater und Kriegsveteran der Wehrmacht „Opa Walter“ gesagt hat und was ich auch in meiner Seminararbeit als Zitat verwendet habe.

„Was machen wir heute?“ (er gab sich immer selber die Antwort) „wir marschieren in Dänemark ein“.

Gruppe Unterweger Sammlung Peter Buchner (4)

Daraufhin sagte er erneut „ und was machen wir heute Nachmittag…..“

Ich lege das mal unter „Landserhumor“ ab und muss dazu sagen, das dem Ausbildungsleiter an der Offiziersschule der Marine dieses Zitat kein Lächeln entlockte…..nun es war eben der Beitrag eines Zeitzeugen wohl aber politisch nicht ganz konform.

Des weiteren verbindet mich mit Narvik das erste Ritterkreuz der Eisernen Kreuzes meiner Sammlung, welches ich aus der Familie des Kommandanten Z2 „Georg Thiele“ bekommen habe. Ein Stück mit viel Geschichte und für mich als Marinesoldat und ehemaliges Besatzungsmitglied auf einem Zerstörer der Marine etwas ganz besonderes.

Gruppe Unterweger Sammlung Peter Buchner (2)

 

Hier nun einige historische Fakten zur Weserübung und zur späteren Operation Büffel:

Unternehmen Weserübung war der Deckname für den mit der Kriegsmarine verübten Angriff der deutschen Wehrmacht auf Norwegen und Dänemark am 9. April 1940.

Strategische Ziele der Invasion waren die Besetzung der norwegischen Häfen, um die deutsche Ausgangsstellung im Krieg gegen Großbritannien zu erweitern und eine Seeblockade zu verhindern, die Kontrolle der Ostseezugänge und die Sicherung der Eisenerz-Versorgung der deutschen Rüstungsindustrie aus Kiruna (Schweden) über Narvik. Dänemark erschien den Planern unter General Nikolaus von Falkenhorst als Nachschubweg unverzichtbar. Langfristig sollten Norwegen und Dänemark in ein „Großgermanisches Reich“ auf dem europäischen Kontinent eingegliedert werden.

Gruppe Unterweger Sammlung Peter Buchner (3)

Sowohl Dänemark als auch Norwegen waren neutral. Dänemark hatte 1939 als einziges nordeuropäisches Land einen Nichtangriffspakt mit Deutschland geschlossen. Deutschland stellte beiden Staaten ein Ultimatum mit der Zusicherung, ihre territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit nicht anzutasten, falls sie sofort kapitulierten. Norwegen lehnte ab; die Dänen akzeptierten nach wenigen Stunden Kampf. In der Schlacht um Narvik erlitt die Wehrmacht ihre erste Niederlage des Krieges, doch Anfang Mai war der britisch-norwegische Widerstand weitgehend gebrochen. Allerdings kapitulierte Norwegen erst am 10. Juni 1940, als der deutsche Sieg im Westfeldzug absehbar war und die Wehrmacht sich auch in Narvik durchsetzen konnte.

Gruppe Unterweger Sammlung Peter Buchner (1)

Eingesetzte Soldaten der Wehrmacht ca. 120.000

Soldaten der angegriffenen Länder 110.000 (davon 15.000 Dänemark, 60.000 Norwegen und 35.000 Alliierte)

Verluste Wehrmacht (Gefallen, verwundet, vermisst) 5296 Mann

Verluste Alliierte gesamt: (Gefallen, verwundet, vermisst) 6291 Mann

 

Im Zuge der Operation Weserübung wurde die Versorgung der kämpfenden Deutschen Truppen in Narvik zunehmend schwieriger……somit musste hier eine Lösung gefunden werden und somit schauen auf die 3. Gebirgsdivision.

Die ersten Soldaten der 3. Gebirgsdivision wurden in den Morgenstunden im Ofotenfjord in Narvik an Land gesetzt. Das hier stationierte 13. norwegische Infanterieregiment leistete nur geringen Wiederstand. Im Laufe des Tages gelang es den deutschen Truppen die Häfen Stavanger, Narvik, Oslo, Bergen und Drontheim von See her und aus der Luft zu besetzen.

Gruppe Unterweger Sammlung Peter Buchner (6)

Damit waren sie den britischen Expeditionsstreitkräften nur um Stunden zuvor gekommen. Die deutsche Marine erlitt in diesen Tagen die schwersten Verluste. Es entstand eine besondere strategische Situation. Die Royal Navy konnte ohne große Behinderung im Nordmeer operieren, die deutschen Kräfte konnten sich ohne größeren Wiederstände frei auf norwegischem Gebiet ausbreiten und einige Brückenköpfe ausbauen.

Gruppe Unterweger Sammlung Peter Buchner (5)

Die 3. Gebirgsdivision, unterstützt von den Besatzungen der gesunkenen Schiffe der Kriegsmarine, stieß dann bei Narvik auf heftigen Wiederstand der 6. norwegischen Division. Zusätzlich wurde diese ab dem 14. April durch die gelandete 24. britische Brigade unterstützt. Am 13. April waren britische, französische (u.a. Alpenjäger) und exilpolnische Truppen im Raum Andalsnes, Namsos und Narvik gelandet. Hauptschlag richtete sich auf Narvik wo im Laufe der Zeit rund 30.000 Mann an Land gingen.

Am 16. April können die Gebirgsjäger die Erzbahn im Raum Narvik bis zur schwedischen Grenze besetzen. Die Lage der deutschen Verteidiger gestaltete sich ab dem 17. April als äußerst kritisch, welches seitens Hitlers zu ersten Rückzugsgedanken auf schwedisches Gebiet führte.

Gruppe Unterweger Sammlung Peter Buchner (7)

General Dietl erhält dann aber doch, durch Überzeugungsarbeit von General Major Jodl (Leiter des Wehrmachtsführungsamt) den Befehl: „Halten so lange wie möglich“. Die schwachen deutschen Gebirgsjägerkräfte (ca. 2000 Mann) hatten sich so voll auf die Verteidigung Narviks eingestellt und leisteten erbitterten Wiederstand. Ein Frontalangriff Narviks mit Unterstützung von Schiffsartillerie konnte keinen Rückzug bewirken und zwang die alliierten Truppen zum Umdenken.

Der Besitz des Hafens hing schon alleine aus logistischen Gründen von der Beherrschung der einzigen Straße die von Trondheim (Südnorwegen) nach Narvik führte ab. Sie führte durch unwegsames und zerklüftetes Gelände und nahm daher neben Trondheim eine strategische Schlüsselrolle ein.

 

Am 30. April vereinigten sich die von Oslo und Drontheim vorrückenden Kräfte (u.a. 2. Gebirgsdivision) im Raum Dombas. Die norwegischen Landstreitkräfte und die alliierten Landungstruppen konnten zwischen dem 15. und 19. April bei Namsos und Andalsnes geschlagen, zur Kapitulation oder Rückzug gezwungen werden. Am 13. Mai starten die Alliierten mit 24.000 Mann den Großangriff auf Narvik.

Die deutsche Abwehrfront umfasste etwa 5400 Mann bestehend aus 2000 Gebirgsjägern, 2800 Marinesoldaten der versenkten Zerstörer und 600 nachgeführten Fallschirmjägern. Nach 2 Wochen schwerer Kämpfe mussten die deutschen Einheiten am 28. Mai aus Narvik nach Osten ausweichen und im Bereich der Bahnlinie neue Stellungen beziehen. Die Alliierten Kräfte konnten dann die vorgesehenen Zerstörungen in Narvik vornehmen. Unterdessen hatte die 2. Gebirgsjägerdivision den Befehl erhalten, sich nach Narvik durchzuschlagen ( Operation Büffel) um die eingeschlossenen Kräfte zu unterstützen. Daher befahl General Feurstein aus den über 1200 km auseinandergezogenen Kräften drei spezielle Bataillone für die Operation „Büffel“ zusammenzustellen. Ein Auftrag der wie geschaffen für die Ausbildung und Ausrüstung der Gebirgstruppen schien und mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Die Route führte über 200km durch weglose und für die Deutschen unbekannte Gebirgsregionen zwischen Sörfold und Narvik. Die erforderliche Versorgung erfolgte aus der Luft. Am 13. Juni um 13:00 Uhr konnte die Sondereinheit nach 11 Tagen die Verbindung mit der 3. Gebirgsdivision melden. Während dieser Zeit hatten allerdings die Norweger am 9. Juni kapituliert nachdem die britischen Truppen bis zum 8. Juni sämtliche Einheiten aus Norwegen evakuiert hatten. Da am 10. Mai die Operation „Gelb“ angelaufen war, befürchtete man die Gefährdung der britischen Insel und beschloss daher den Rückzug aus Skandinavien.

Quelle www.gebirgsjäger.de

 

Hier auch noch eine Bericht den Christian Bachmann aus dem Buch: „Es war ein Edelweiss – Schicksal und Weg der zweiten Gebirgsdivision“ herausgeschrieben hat und zu dem dokumentierten Erlebnissen des Soldaten Bruno Unterweger passt.
Schicksal Oberleutnant Rieger der anfangs fälschlicherweise für tot erklärt wurde……

Bei der Aufstellung der Narvik-Freiwilligen für die zwei Fallschirmjägerkompanien, aus den Reihen der Salzburger Gebirgsjäger, hatte es geheißen: „Verheiratete scheiden aus! “
Oberleutnant Rieger hatte erst vor kurzem geheiratet und versuchte alles um trotzdem mitzukommen. Oberleutnant Rieger, mit Leib und Seele Soldat, setzt sich durch und mit seinem besten Freund aus der gemeinsamen Zeit auf der Militärakademie in Wiener Neustadt, Oberleutnant Erich Schwaiger, werden sie mit den zwei Kompanien für den Einsatz aufgestellt.

Am 24.Mai, Riegers 28.Geburtstag – geht es los, vom Flugplatz Värnes bei Trontheim in einer Fernstrecken-JU über 850km nach Narvik – Absprung aus 140m Höhe über Björnefjell.

Collection Feurstein – Gebirgsjäger – Sammlung Christian Bachmann (2)

Meldung bei General Dietl: „Rieger, i bin ja so froh, dass ihr kemmt´s! I brauch euch so notwendig wie das tägliche Brot!“

Am 26.Mai nachts Anmarsch entlang der Erzbahn nach Narvik. Bei den darauffolgenden Kämpfen, wie im gezeigten Einsatzbericht beschrieben, versucht Oberleutnant Rieger mit einem Boot ans andere Ufer zu kommen – zwei Mann fallen im Feuer der Polen, die anderen stürzen ins Wasser und versuchen an das Ufer zu schwimmen. Oberleutnant Rieger paddelt alleine weiter, wird zur Zielscheibe der Polen – spielt den Getroffenen und bricht zusammen. Nach dem einstellen des Feindfeuers paddelt Oberleutnant Rieger weiter, erreicht das Ufer, springt an Land, rennt vorwärts – einer französischen Kolonne in die Arme: „Allemand!“ Fünf Franzosen richten ihre Gewehre auf ihn.
Es ist alles vergeblich. Er ist gefangen und wird nach Frankreich gebracht. Mit Handschellen gefesselt, vom Pöbel bespien, treibt man ihn durch die Stadt Brest. Aber die Schlacht um Frankreich ist bereits im vollen Gange.
Am 23.Juni, genau einen Monat nachdem er sich als Freiwilliger für Narvik gemeldet hatte, steht plötzlich ein deutscher Unteroffizier in der Türe der Kaserne, in der man ihn eingekerkert hat. Frei!

Dies ist wohl der einzige Fall in der Geschichte des Krieges, bei dem ein Narvik-Kämpfer noch den Frankreich-Feldzug miterlebt hat.

Waffenstillstand – Oberleutnant Rieger kommt nach Salzburg zurück. Auf dem Bahnhof starrt ihm ein Gefreiter seiner Ausbildungskompanie erschrocken ins Gesicht. „Herr Oberleutnant sind ja laut gestrigem Regimentsbefehl tot!“
Nur ein Glück , das man das seiner jungen Frau verschwiegen hat. So kann er dieser selbst beweisen, dass er noch am Leben ist.

 

Ich hoffe mit diesem Beitrag konnte man einen kleinen Einblick in die Kämpfe um Narvik und die Soldaten der Gruppe Feurstein bekommen.

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Sammlergruß

Sascha

 

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